in Das Biest - Leben mit der Krankheit

… musste mal raus: abgetaucht, aufgetaucht: Der Rückfall

  • Oktober 1, 2018
  • By Jasmine
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… musste mal raus: abgetaucht, aufgetaucht: Der Rückfall

… ich kann diesen Tag im April nicht vergessen, als ich in meiner Klinik anrief, um das aktuelle CT zu besprechen. Mein Mann und ich waren gerade von unserem wunderschönen und entspannten Barcelona-Trip wieder zurück in München. Total gechillt, erholt und happy. Ein paar Tage vor der Reise bin ich routinemäßig in die Klinik gedüst, um das vierteljährliche CT hinter mich zu bringen und dann ging`s ja auch schon los, in den Flieger und ohne Kids ab in die spanische Metropole.
Genauso routinemäßig, wie ich ein paar Tage zuvor zur Untersuchung gefahren bin, rief ich in meiner Klinik an. Ich hatte mich gerade fertig gemacht, mein Mann hatte noch ein paar Tage frei, war aber unterwegs die Kinder abholen. Also schnappte ich mir mein Handy, um schnell meine Onkologin anzurufen. Ich wäre gar nicht auf den Gedanken gekommen, dass etwas nicht stimmte, ich war mir tausend Prozent sicher, dass wir meine Erkrankung wie einen dunklen Schatten endlich hinter uns gelassen hatten.

„Ah, Frau Danso, gut, dass Sie anrufen. Ich wollte Ihren Befund mit Ihnen besprechen“, hörte ich meine Ärztin. Oh Gott, sie haben einen Befund, dachte ich. Sie haben etwas gefunden. Ich stand im Bad, völlig fassungslos und merkte wie meine mühsam erkämpfte, neue Welt in tausend Stücke zerbrach. Mühsam hatten wir uns als Familie ein Stück Normalität erkämpft, die Monate der Krankheit schienen vorüber und wir wollten in ein neues postkrankes Leben durchstarten und nun das.

Der Darmkrebs hat in die Lunge gestreut, mehrere kleine Herde, die so nicht emtfernt werden können. Mein Mann fand mich weinend im Bad, war selber fassungslos. Was uns mal wieder vor dem Absturz bewahrte, war, das Problem anzugehen – gemeinsam. Arztgespräche standen an, eine Biopsie von einem der Herde, um sicher zu sein, dass es sich tatsächlich um Metastasen handelt. Auch wenn es für Außenstehende unverständlich ist, lenkten mich diese Termine ab. Aber anders als bei der Erstdiagnose, fehlte mir der „Drive“. Ich wollte und konte einfach nicht über den Rückfall sprechen oder schreiben. Habe gehadert, geweint und und gegrollt.

Nun bin ich wieder da, etwas angeschlagen, aber nicht ausgenockt. Bin wieder aufgestanden. Danke an Euch alle, die sich immmer wieder erkundigt haben, was los ist. Ich freue mich sehr über Euer Interesse und halte Euch ab jetzt wieder auf dem Laufenden.

Alles Liebe!
Eure Jasmine

By Jasmine, Oktober 1, 2018
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